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Bereits während der Therapie und Rehabilitation können Krebsbetroffene von körperlicher Aktivität profitieren. Anlässlich des Weltkrebstags vom 4.Februar 2018 motiviert die Krebsliga daher gemeinsam mit prominenten Sportlerinnen und Sportlern in sozialen Netzwerken zu mehr Bewegung.

«Laufen war mein Arzt», sagt Eusebio Bochons. Als der Marathonläufer vor fünf Jahren an einem Lymphom erkrankte, begann er bereits während der Chemotherapie wieder zu laufen. Zunächst langsam, dann immer weiter und schneller. Heute sagt er, das Laufen habe ihm in dieser schweren Zeit geholfen und buchstäblich das Leben gerettet.

Regelmässige Bewegung kann Krebsbetroffenen dabei helfen, mit den Nebenwirkungen der Therapien und Spätfolgen der Krankheit besser zurechtzukommen. Sich zu bewegen, beeinflusst zudem das Lebensgefühl positiv. Körperliche Aktivität steigert die Energie, man ermüdet weniger rasch und kann sich besser konzentrieren. All dies kann Betroffenen dabei helfen, den Boden unter den Füssen wieder zu spüren und das Vertrauen in den eigenen Körper zu stärken. «Die Diagnose Brustkrebs kam unerwartet und plötzlich, doch ein halbes Jahr später wieder auf dem Eis zu stehen, war mein Ziel». Der Sport habe ihr die nötige Motivation gegeben, sagt Irene Schori, Curling Weltmeisterin 2016.

Bewegung tut gut – Schau auf dich!

Wer bisher wenig oder gar keinen Sport betrieben hat, findet in einer Krebssportgruppe Platz. Geleitet werden diese von speziell ausgebildeten Personen, die das Programm auf die Möglichkeiten der Teilnehmenden abstimmen. Körperliche Aktivität lässt sich aber auch gut in den Alltag integrieren. Treppen steigen statt Lift fahren oder einmal auf den Bus verzichten und zu Fuss nach Hause gehen sind gute Möglichkeiten, dem eigenen Körper allmählich wieder etwas mehr zuzumuten und zuzutrauen.

Mit regelmässiger Bewegung kann zudem das Risiko, an Darm- oder Brustkrebs zu erkranken, gesenkt werden. Erwachsenen werden mindestens 2,5 Stunden Bewegung oder Sport pro Woche mit mittlerer Intensität oder 75 Minuten mit hoher Intensität empfohlen. Mittlere Intensität bedeutet ein leichtes Ausser-Atem-Kommen, beispielsweise beim Fahrradfahren oder bei der Gartenarbeit. Hohe Intensität bedeutet Schwitzen und beschleunigte Atmung, etwa beim Joggen oder Fitnesstraining.

Prominente unterstützen die Krebsliga

Ab Mitte Januar macht die Krebsliga anlässlich des internationalen Weltkrebstages vom 4.Februar 2018 mit einer Fotoserie in den sozialen Netzwerken und dem Hashtag #supportthroughsport auf die positiven Effekte körperlicher Aktivität aufmerksam. Unterstützung gibt es dabei von prominenten Sportlerinnen und Sportlern. Die Aktion ist Teil einer internationalen Kampagne. Unter dem Motto «We can – I can» teilen Krebsorganisationen und Sportvereine weltweit Bilder und zeigen, was Gruppen oder einzelne Personen machen können, um die Belastung durch Krebs zu reduzieren.

Von Beatrice Bösiger, Krebsliga Schweiz

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